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NZXT H2 – ITX, High-End und „Easy-to-build”? PCHM Review und Build-Guide

Vorwort:

Am 17.2.26 stellt NZXT offiziell das neuste, kleinste Case in der H-Serie vor: Das NZXT H2 als ITX Case im Hochformat. Passend zu dem Case wurde ebenfalls ein (ITX) SFX PSU mit Gold-Standard vorgestellt, auf welches ich hier allerdings nicht eingehen werde.

Transparenz:

Ich durfte mir das Case bereits vor Release anschauen und ein Test-Build bauen. Dafür wurde mir von NZXT das Case & die Kraken AiO zur Verfügung gestellt. Natürlich haben Samples wie immer keine Auswirkung auf die Meinung & das Hands-On – Eher versuche ich hier immer für Einsteiger, sowie Enthusiasten die wichtigsten positiven, aber auch negativen Punkte zu kristallisieren.

Verpackung, Zubehör, Kleinkram:


Hier gibt es tatsächlich nicht viel zu sagen. Das Case kommt in einer soliden, passenden Umverpackung inklusive dem benötigtem Befestigungsmaterial. Da es sich hier um ein 2-Kammer Case handelt sei erwähnt, dass im Lieferumfang bereits das passende PCI-E 5.0 Riser enthalten & verbaut ist. Dazu später auch mehr.

Vorbereitung - Erster Eindruck:

Das knapp 21L Gehäuse ist durchweg mit hochwertigem Stahl und ultra-feinem Mesh-Gitter verarbeitet. Dabei kommt trotz der kleinen Bauform auf ca. 4,5kg Leergewicht. Alle 5 Seitenteile lassen sich Werkzeuglos mit einem leichten klicken entfernen. Hier ist der Mechanismus NZXT-Typisch stabil, aber ohne an den Seitenteilen mit Kraft reißen zu müssen. Die Seitenscheibe ist wie üblich aus temperiertem Glas.

Die Radiator Halterung kann mit 4 Schrauben ebenfalls entfernt werden, hat allerdings auch einen Klick-Mechanismus zum einfachen einbauen. Als Systemintegrator freuen mich dann immer die Kleinigkeiten auf die geachtet wird: Schrauben die nach dem lösen hängen bleiben und nicht runterfallen.

Möglichkeiten im H2 – Riser, Anschlüsse, Einbaumöglichkeiten, Kühlung

Das H2 kommt neben den üblichen Front-Panel 3.2, Typ-C & Audio-Anschlüssen auch mit einem integriertem PCI-E 5.0 Riser Kabel. Das dürfte vor allem alle mit Grafikkarten der neusten Generationen freuen, da alleine hochwertige 5.0 Riser deutlich über 70€ kosten. Das Riser macht einen hochwertigen Eindruck und ist bereits komplett vorinstalliert, hier darf direkt die Grafikkarte eingesteckt werden. 

Also aktive Kühlung kommen zwei bereits vorinstallierte 140mm NZXT-Flow Fans im Deckel zum Einsatz, welche die natürliche Konvektion unterstützen und warme Luft aus dem Case leiten. Hier ist natürliche ebenfalls der Einbau von 120mm Fans, sowie dickeren (z.B. den NZXT eigenen Performance-Fans) möglich.

Kühlung & Radiator

Das Case ist explizit für den Einbau von AiO Wasserkühlungen entwickelt, natürlich kann auch ein CPU-Luftkühler bis zu 75mm Höhe verwendet werden.

In den Einbaurahmen für aktive Luftkühlung oder Radiatoren für eine Wasserkühlung passen 2x120/ 2x140mm Fans und damit 240mm, sowie 280mm Radiatoren.

In der Art des Einbaus ist man wenig limitiert, lediglich eine Push-Pull Konfiguration wäre nicht möglich. Dickere Radiatoren sind in dieser Konfiguration ebenfalls möglich in einer Gesamtdicke von 60mm als Fan-Radiator-Sandwich.

Ich habe mich hier für die meiner Meinung nach sinnigste Push-Variante ins Case entschieden um dem RAM, Spannungswandlern und SSDs etwas Airflow zu verpassen. In Verbindung mit den obigen Outtake-Fans, ist dies auch die vorgesehene Einbauweise von NZXT… Außerdem kommt noch die schöne Optik der verwendeten, beleuchteten Frame-Fans auf der Kraken Elite hinzu.

Temperaturen und Benchmarks werden hier nachgetragen. Tests laufen noch.

PSU & Mainboard:

Aufgrund des ITX-Formfaktors wird hier auch ein ITX-Mainboard, sowie ITX (SFX) Netzteil benötigt. Zumindest letztes bekommt man nun auch aus dem NZXT-Sortiment. Ich habe hier auf das Asus Loki als SFX PSU, sowie ein High-End X870i ROG Mainboard zurückgegriffen.

SSD:


Wer sich nicht von seinen 2,5“ Laufwerken trennen kann, hat hier zusätzlich zu den M.2 Slots des verwendeten Mainboards, die Möglichkeiten die beiden SSD-Slots auf dem Boden, unter dem PSU, zu füllen.

Grafikkarte:

Die Grafikkarte bekommt durch die Riser Verlängerung ihre eigene Kammer und versorgt sich selbst mit Frischluft durch das Mesh-Gitter und der seitlichen, aktiven Belüftung.

Hier sind maximal 3 Slot GPUs mit einer Länge von 331mm möglich, also fast durchgängig alle aktuellen High-End Karten, wenn auch nicht alle Hersteller Modelle. In meinem Aufbau habe ich die 2-Slot Karte „MSI RTX 5080 Shadow“ mit 303mm Gesamtlänge verwendet und noch ordentlich Luft zu allen Seiten.

Einbau – Build-Guide Tipps

Kurzanleitung für einen reibungslosen Aufbau

Für einen strukturierten und stressfreien Aufbau im NZXT H2 empfehlen wir folgende Reihenfolge:


1. Mainboard vorbereiten (außerhalb des Gehäuses)

Alle leicht zugänglichen Komponenten sollten vor dem Einbau installiert werden:

  • CPU installieren

  • RAM einsetzen

  • M.2 SSD montieren

  • Kühler-Brackets für AiO oder Luftkühler vorbereiten

Tipp: Diese Vorbereitung spart Platz und erleichtert den späteren Einbau im ITX-Format.


2. Mainboard einsetzen

  • Mainboard einsetzen und mit 4 Schrauben befestigen

  • Riser-Kabel einstecken

  • Front-Panel (Power, USB, Audio) verkabeln

Sauberes Kabelmanagement ist hier besonders wichtig.


3. Grafikkarte installieren

  • GPU-Slotbleche entfernen

  • Grafikkarte einsetzen

  • GPU verschrauben

Durch das Riser erfolgt die Montage vertikal. GPU UNBEDINGT vor der Radiator Montage verbauen.


4. Radiator / AiO-Kühlung montieren

  • Radiator & Fan in gewünschter Position am Bracket befestigen

  • Bracket einsetzen

  • Kühler direkt mit der CPU verschrauben

  • Falls nötig: Kabel sauber verlegen

Die Reihenfolge kann je nach Radiatorgröße leicht variieren.


5. 2,5″ SSD verbauen


6. Netzteil (PSU) einsetzen

  • Netzteil montieren

  • Stromkabel anschließen

  • Kabel sauber hinter dem Tray oder entlang der vorgesehenen Wege führen

Gerade im ITX-Format entscheidet gutes Kabelmanagement über Airflow und Gesamtoptik. Nutze wenn möglich die vorgesehenen Kabelschellen und durchlässe.

Einbau Fazit:


ITX-Systeme sind bekanntlich oft etwas komplizierter zu bauen, da die Reihenfolge und Verkabelung bestimmt, ob man das System am Ende nochmals vollständig auseinander bauen muss, anders als bei normalen Midi-Towern – Mit einer Ausnahme allerdings nicht beim H2. Der Einbau ist kinderleicht und unterscheidet sich wenig von großen ATX-Systemen, mit Ausnahme der Verwendung eines Risers für die GPU.

Grundsätzlich kann der Einbau auch in einer anderen Reihenfolge umgesetzt werden – Eine einzige Sache ist dabei zu beachten: Die Grafikkarten Verschraubung kann nur von der linken Seite durch das Radiator-Bracket gelöst, bzw. befestigt werden. Die Grafikkarte sollte also mit als erstes verbaut werden, auch wenn das lösen den Brackets schnell erledigt ist. Was mir hier gefällt ist die Gewichtsverlagerung der GPU auf das Case durch die vertikale Montage, anders als nicht nur vielen ITX Cases, sondern quasi allen Riser-Möglichkeiten, bei denen das Riser die Last der Grafikkarte dauerhaft aufnehmen muss. Hier wird das 5.0 Riser nicht mehr belastet, als nötig.

Die Verkabelung hat sich ebenfalls recht einfach gestaltet. Durch die Verwendung des etwas speziellen X870i Boards von Asus und der damit einhergehenden Adapterplatte für die USB und Front-Anschlüsse habe ich die Kabel nicht wie vorgesehen unter dem Mainboard verlegt, sondern direkt Richtung Radiator auf die Rückseite. Optisch und Airflow-Technisch nicht optimal, aber auch ein kleiner Sonderfall mit der von mir gewählten Konfiguration.

Für den finalen PSU-Kabelsalat steht ausreichend Platz in der GPU-Kammer zur Verfügung. Alternativ natürlich auch auf der Vorderseite bei PSU.

Preis:


Das Case soll mit einer UVP von 149,99€ auf den Markt kommen, inkl. 5.0 Riser.

Fazit

NZXT hat abgeliefert. Ein ausgewogenes Gesamtkonzept, viele Möglichkeiten und kaum Limitierung bei Hardware Auswahl & maximaler Kühlleistung auf wenig Volumen. Das eher schlichte Design mit einem hohen Mesh-Anteil und kleinem Fenster mit Blick auf das Mainboard & CPU Kühlung ist sicherlich Geschmackssache, trifft meinen persönlichen Stil jedoch genau.

Marginale Verbesserungsvorschläge wären die Möglichkeit zur aktiven Belüftung im Boden mit zwei weiteren 140mm Fans für maximalen Airflow, wodurch allerdings ein höherer Gesamtaufbau entstehen würde, und Verwendung von großen Rändelschrauben für die Grafikkarten Installation. So könnte diese auch nach dem Radiator-Einbau ohne Probleme Ein- und Ausgebaut werden.

Positiv hervorzuheben sind der einfache Einbau trotz ITX-Formfaktor & die Möglichkeit eine 280mm AiO für maximale CPU-Kühlung, sowie eine große Grafikkarte zu verbauen. Das bereits enthaltene 5.0 Riser rundet das Case ab und rechtfertig auch die UVP von 149€. Sowohl als schlichtes Office-System, oder Sleeper-Build mit High-End Grafikkarte kann das H2 ohne Bedenken verwendet werden.

Von mir gibt es eine Empfehlung für jeden ITX-Liebhaber, sowie alle Neueinsteiger die mehr Platz auf ihrem Schreibtisch wertschätzen, oder sich einfach ein transportables System anschaffen möchten.

Das H2 gibt es auch bei uns im Shop:
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Fertige PC-Konfigurationen im H2 bei uns:
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